Ebola – Seuche mit Angstfaktor

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Seit dem Ausbruch der Ebola Seuche in Westafrika Ende Dezember 2013, hat die Weltgesundheitsorganisation WHO über 1460 Fälle (Stand August 2014) berichtet, darunter 805 Todesfälle. Bislang gibt es noch keine ausreichend an Menschen erprobten Impfstoffe gegen diese Krankheit. Aber dennoch kein Grund zur Panik. Sowohl in Nürnberg, als auch in München und allen anderen Großstädten Deutschlands wurden bereits Vorkehrungen getroffen, um eventuell infizierte Menschen aufzunehmen und zu behandeln. Zum Beispiel bei einem Verdachtsfall am Nürnberger Flughafen gibt es genau definierte Vorgaben zum Prozedere; wie etwa einen vorgegebenen, leicht erreichbaren Abstellplatz, falls ein Flugzeug mit einem Ebola-Verdachtsfall landen muss. Am Münchener Flughafen ist das Prozedere anders, da dieser über eine eigene medizinische Einheit verfügt. Im Klinikum Nürnberg werden Vorbereitungen für den Fall getroffen, falls ein Verdachtsfall versorgt werden muss. Darüber hinaus gibt das Gesundheitsamt regelmäßig Fachinformationen an Kliniken und niedergelassene Ärzte. „ Es gibt seit Jahren eine gesicherte Erreichbarkeit des Gesundheitsamtes, auch am Wochenende. Außerdem werden ständig Schemata zum Vorgehen bei virushämorrhagischem Fieber, wie Ebola oder anderen infektiologischen Gefahrenlagen, wie zum Beispiel einer Pandemie, aktualisiert- gemäß dem neuesten fachlichen Kenntnisstand.“, sagt Dr. Katja Günther, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes Nürnberg und Koordinatorin für die Vorbereitung auf besondere gesundheitliche Gefahrenlagen. Für Reisende in die betroffenen Länder gibt es einfache Verhaltensregeln um sich nicht zu infizieren: Kontakt mit Blut oder Körperflüssigkeiten von Patienten oder Leichen vermeiden, keine Wildtiere anfassen und kein Wildfleisch essen. Ebolaviren werden durch direkten Kontakt von Schleimhäuten und nicht intakter Haut mit virushaltigen Körperflüssigkeiten übertragen. Eine Übertragung ist auch über kontaminierte Gegenstände möglich. Eine Übertragung über Tröpfcheninfektion wurde bislang noch nicht beschrieben und gilt als sehr unwahrscheinlich. Die Symptome zu Erkrankungsbeginn sind zunächst Fieber, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Bei Personen, die aus einem dieser Länder wieder nach Deutschland reisen und diese Symptome aufweisen, ist unverzüglich ein Arzt zu informieren. Für weitere Informationen über das Thema Ebola hat die Stadt Nürnberg extra eine Website eingerichtet, die unter folgender Adresse zu erreichen ist www.nuernberg.de/internet/gesundheitsamt

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