Migrationsbeirat: Schandfleck Perlacher Mauer

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Migrationsbeirat zum Thema Perlacher Mauer:

Die Diskussion um die Mauer in der Nailastraße in Perlach reißt nicht ab. Ist sie ein Lärmschutz oder sollen die 160 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge von ihrer Umgebung abgeschottet werden?
Wieder einmal eine Debatte auf dem Rücken der vor Krieg und Unruhen fliehenden Menschen mit Migrationshintergrund. Warum wird so von vorneherein ein friedliches Zusammenleben zwischen den alten und neuen Nachbarn behindert?

Der Migrationsbeirat fordert hier die Verantwortlichen auf, eine konstruktive Basis der Einigung zwischen den Anwohnerinnen und Anwohnern zu schaffen und Verständnis dafür einzufordern, dass diese Mauer ein bundesweit sichtbares Zeichen gegen Integration darstellt.

Da die Flüchtlingsunterkunft Nailastraße am Stadtrand angesiedelt wurde und die Flüchtlinge dadurch weite Wege zur Integration in Kauf nehmen müssen – Behördengänge, Sprachkurse – wird die Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben in der Stadt erschwert. Die Mauer stellt in unseren Augen eine zusätzliche Barriere dar, sich in München willkommen zu fühlen.

München ist die Stadt der Toleranz und soll bunt bleiben. Diese beabsichtigte Ausgrenzung ist ein falsches Signal.

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