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Peters Hörtipp: Süperfly Orkestra: Do you love me?

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Diesmal kommt mein Hörtipp nicht (oder doch?) aus Istanbul oder der Türkei, aber unverkennbar sind zwei der drei Stücke türkisch und deutsch und griechisch und das dritte ist libanesisch, äh englisch. Also Weltmusik im besten Sinne.

Irgendwie kommt einem Süperfly bekannt vor, weil, die Münchner:innen wissen es, es gibt einen DJ mit Namen Süperfly. Und es gibt noch eine Münchner Gruppe mit dem Namen Lucile und die Rakibuam und ein Veranstaltungsformat Eksotik Meksotik.

An all diesen Projekten ist ein Münchner Tausendsassa der Kulturwelt beteiligt: Tuncay Acar.

Tuncay singt und spielt Darbuka und Congas. Gemeinsam mit dem Produzenten/DJ Nik le Clap (Wahl-Berliner, produzierte z.B. ebow und nalan) hat er das Süperfly Orkestra gegründet. Dass die Arbeit daran Spaß macht, hört man sofort. „Tatsächlich haben wir erst einmal viel miteinander gelacht, bevor wir anfingen Musik zu machen.“ so Tuncay.

Die Gruppe bedient sich am reichen Schatz der Gassenhauer und Tanzhits des östlich-nahöstlichen Mittelmeerraumes und versieht sie mit dem nötigen zeitgemäßen Unterbau.

So reicht die Bandbreite auf „Do you love me“ von deutschtürkischer Elektrosazmusik im Ankarastyle über Electronic hin zu einem perfekt gelungenen türkisch-griechischen Remake. Von den ersten beiden gibt es auch wirklich sehenswerte Videos.

Das ‚Üc Parcalık Mini Albüm’, eine CD ist es ja nicht, wurde mit prominenten Gästen eingespielt und ist seit kurzem online erhältlich.

Anspieltipps (alle drei Lieder des Albums sind solche):

  1. Shayze Schiwaga: Ein Remake von Dokumacı Kızlar mit Elektro Hafiz, früher Fairuz Derin Bulut, Istanbul jetzt Köln. Er spielt hier den typischen Sound an der E-Saz und singt. Lustige Textpassagen finden sich auf türkisch und deutsch, z.B. „Ich bin deine Schönheitsfleck, hast du mich erst jetzt entdeckt? Kannst du kratzen ganze Tag, kriegst du mich hier nix mehr weg“. Das Video dazu wurde rund um die Goethestraße im Münchner Bahnhofsviertel gedreht.
    Link zum Video
  2. Do You love me: Das Titelstück der CD ist ein Remake eines alten Hits aus dem Libanon. Auf den ersten Blick sehr elektronisch, aber nach kurzer Zeit entwickelt es sich zum Ohrwurm. Begleitet wird die Band hier von der Sängerin und Tänzerin Ma Sharona, die auch am im olympischen Dorf gedrehten Video mitwirkt.
    Link zum Video
  3. Artık Sevmeyeceğim: Das letzte Stück ist auch das neueste. Hier fühle ich mich nach dem Intro am elektrischen Cümbüş, eine Art Banjo, sofort in ein Tanzparadies in der Ägäis katapultiert. Dazu tragen sicher die Gäste Salih Korkut Peker (aus Izmir – sehr starke Passagen am Cümbüş im ganzen Stück) und die griechisch singende Zinguala, aka Cherry Bandora (aus Berlin) bei. Ein Video dazu soll bald kommen.

Eine irre Scheibe, alle drei Lieder absolut gelungen, zum an- und zuhören, teilweise richtig lustig und alle extrem tanzbar. Ich warte auf die nächste Party, wo ich zu dieser Musik meinen Bauch werfen kann.

Peter Friemelt

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