Gesucht: Bezahlbarer Wohnraum für Studierende

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Zu Beginn des Sommersemesters 2018 stehen wieder viele Studienanfänger*innen vor der leidvollen Erfahrung der Wohnungssuche in Bayerns Unistädten. Denn während die Zahl der Studierenden an Bayerns Hochschulen weiter ansteigt, wird bezahlbarer Wohnraum für Studierende, Auszubildende und Geringverdiener*innen in den Städten immer knapper.

Der Landesausschuss der Studentinnen und Studenten (LASS) in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern appelliert daher an die politisch Verantwortlichen: „Es muss endlich ein Umdenken in der städtischen Wohnbaupolitik stattfinden: weg von Gentrifizierung, Immobilienwucher und jahrelangen Leerständen und hin zu mehr sozialem Wohnungsbau“, so Patrick Weißler aus dem LASS-Sprecher*innen-Team.

Eine Schlüsselrolle im Bereich erschwinglichen studentischen Wohnens kommt dabei dem Ausbau von Studierendenwohnheimen zu. Allerdings betreibt die Landesregierung gegenüber den Studierenden-werken als Träger vieler Wohnheime seit Jahren eine schleichende Kürzung, indem trotz deutlich gestiegener Studierendenzahlen die staatlichen Zuschüsse stagnieren. „Der Freistaat muss dringend die Zuschüsse für Studierendenwerke erhöhen. Nur dann können diese ihre Wohnheimplätze für Studierende ausbauen und der Wohnungsmarkt so entlastet werden.“, fordert daher LASS-Sprecherin Christiane Fuchs.

Kritik erfährt auch die bayerische Landesregierung: „Über 30.000 Wohnungen im Besitz der Landes-regierung an private Investoren aus dem Ausland verkaufen und dann versprechen, 2.000 neue Wohnungen bauen zu wollen – das ist mehr als nur heuchlerisch und so gar nicht das, als was sich die CSU sonst gerne präsentiert, nämlich: nah an den Bürger*innen.“, meint Quirin Quansah vom LASS Bayern.

Um auf das Problem und die Ursachen mangelnden bezahlbaren Wohnraums in Unistädten aufmerksam zu machen, beteiligt sich der LASS Bayern an der bundesweiten Wohnraumkampagne „Studis gegen Wohnungsnot“. [1] Für das Sommersemester sind daher an den Standorten Augsburg, Bamberg, Eichstätt, Nürnberg, Passau, Regensburg und Würzburg Aktionen gegen die Wohnungsnot geplant.

Über das Bündnis „Studis gegen Wohnungsnot“

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