OB-Kandidat für München: Wolfgang Zeilnhofer-Rath – Wählergruppe HUT

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1. Die Ära Ude geht nach 24 Jahren zu Ende. Was wird sich nun ändern?

Wir hoffen,  dass sich nun einiges ändern kann und wird. Der HUT bzw. unser OB-Kandidat Wolfgang Zeilnhofer-Rath werden keine Anstrengung scheuen, um sicherzustellen, dass
1. mehr bezahlbarer Wohnraum dadurch entsteht, dass die Tabelle 7 aus dem Mietspiegel entfernt wird – der Vermieter braucht nicht an der energetischen Sanierung verdienen.
2. eine stärkere Berücksichtigung der BestandsmieterInnen in der Erhebung des Mietpreisspiegels stattfindet.
3. Genossenschaften gestärkt werden, z.B. durch die bevorzugte Vergabe von städtischen Grundstücken an Genossenschaften bei Neubautätigkeiten.
4. Kita und Kindergartenplätze endlich für alle Eltern zur Verfügung stehen, ohne den teilweise vorherrschenden Bewerbungswahnsinn.
5. Kunst und Kreativität eine echte Chance in München bekommen, d.h.dass beispielsweise das Kunstareal auch wirklich für Kreative und Künstler zur Verfügung steht und nicht als Neubaufläche für das Volkstheater, zu Lasten aller und der bereits ansässigen KünstlerInnen und Kreativen zweckentfremdet wird.
6. auch sogenannte „Randgruppen“ (Einwanderer und Asylbewerber, Deutsche mit Migrationshintergrund) mehr an der politischen Willensbildung beteiligt werden und deren Selbstbewusstsein dahingehend gefördert wird.
7. Nachverdichtung nicht blind und absolut unnachhaltig durchgedrückt wird, sondern mit Augenmaß und gesundem Menschenverstand Potentiale zur Nachverdichtung ermittelt und anschließend sinnvoll umgesetzt werden.

2. Wo liegen Ihre Kernkompetenzen?

Die Kernkompetenzen der Wählergruppe liegen in den Feldern, die durch Initiativen besetzt sind, u.a. Kinderbetreuung, bezahlbares Wohnen oder Kunst / Kultur / Kreatives Milieu. Die Kernkompetenz unseres OB-Kandidaten liegen im Bereich Soziales, da er als Streetworker und Sozialpädagoge großteils in diesem Bereich tätig war.

3. Welche Haltung haben Sie in der Verkehrspolitik?

Das ist eine ziemlich offene Frage. Unser OB-Kandidat ist bekennender Radfahrer, damit nimmt für Ihn der Ausbau des Radwegenetzes, die Vernetzung mit dem Umland und die Verkehrssicherheit der Radfahrer einen gewissen Stellenwert ein. Der Bau bzw. Ausbau von Tunneln dagegen spielt eher keine Rolle, obwohl wir die Wiedervereinigung des Englischen Gartens befürworten. Das der öffentliche Nahverkehr sowohl ausgebaut werden und besser vernetzt werden muss und dennoch eher günstiger werden oder zumindest nicht mehr teurer werden darf, sehen wir ebenfalls. Sollten Sie auf ein bestimmtes Thema eine Rückmeldung wünschen, dass nicht erwähnt wurde, würde ich Sie bitten sich nochmals mit uns in Verbindung zu setzen.

4. Wie beurteilen Sie die Attraktivität Münchens für Unternehmen?

Unserer Meinung nach besitzt München für Unternehmen eine enorme Attraktivität. Allerdings gibt es eine ganze Reihe an Problemen, die das künftig ändern könnten. Zum einen liegt in München ein ganz banales Platzproblem vor. Viele Unternehmen die sich in München ansiedeln wollen oder ihre bestehenden Standorte erweitern wollen, müssen aus dem Stadtgebiet ins Umland abwandern. Zum anderen stellt sich uns die Frage, inwiefern ein Unternehmen seine (hoch)qualifizierten Mitarbeiter auf dem Münchner Mietmarkt gedenkt unterzubringen. Da sich der „normale“ Arbeiter die Mieten bereits nur noch bedingt leisten kann.

5. Was ist Münchens größtes Problem nach Ihrer Meinung?

Unserer Meinung nach ist Münchens größtes Problem derzeit das vorherrschende Ungleichgewicht in der Stadt. Dieses Ungleichgewicht zeigt sich sowohl an Fehlentwicklungen der letzten Jahre im Bereich Wohnen und Wohnraum, vor allem aber politisch. Die Neuentdeckung politischen Engagements durch die Bürger, ausgehend von der Scheu vor Veränderung seitens der bestehenden Parteien, hat ja schließlich auch die Wählergruppe HUT hervorgebracht, aber zahlreiche andere Akteure und Initiativen, die nach dem Prinzip handeln: Wenn die Politik so handlungsunfähig ist, müssen wir das halt selbst in die Hand nehmen.

6. Was ist Ihr Motto?

Unser Motto ist Bürgerwille ins Rathaus. Damit wollen wir zum einen die Bürger motivieren aktiv teilzunehmen und anderseits das Problem beseitigen, dass bestehende Parteien die an sie herangetragenen positiven Lösungsansätze meist „rundschleifen“. Damit ist gemeint, dass sie oftmals die Vorschläge nur teilweise umsetzen wollen oder können oder so sehr verallgemeinern bzw. verwaschen, dass am Ende niemals das gewünschte Ergebnis erreicht werden kann. Unser Anliegen ist Förderungen von Initiativen und Bürgern einen direkten Zugang zum Stadtrat zu gewährleisten, solange sie keine menschenverachtenden oder undemokratischen Forderungen stellen und einen positiven Lösungsansatz präsentieren.

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