Stadtratskandidatin für München: Nükhet Kivran – SPD

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1. Wie lange sind Sie schon politisch aktiv?

Meine politische Orientierung hat eine lange Tradition und geht zurück in meine Jugendzeit in der Türkei und in Deutschland. Partei politisch bin ich seit 2007 Mitglied in der Sozial Demokratischen Partei Deutschland.

2. Welche Ziele verfolgen Sie?

Gerechte Bildungspolitik: Bildung ist ein Menschenrecht, ohne das es keine Zukunft gibt. Deshalb setze ich mich für eine gerechte Bildung in München mit gleichen Chancen für alle ein, insbesondere mit Fokus auf sozial sowie ethnisch benachteiligte Schüler und dem Ausbau von Ganztagschulen.

Faire Sozialpolitik: Einbindung aller sozialen Schichten und Gruppen beim Einsatz für die sozialen Rechte unserer Bürger durch Förderung der sozial benachteiligten Familien sowie Bekämpfung der Altersarmut – somit sorge ich für ein gutes Zusammenleben von Jung und Alt sowie Einheimischen und Zuwanderern.

Gleichstellung der Frauen: Ich stehe für die Rechte, Bedürfnisse und Wünsche der Frauen ein und möchte ihnen ein stärkeres Gehör in der Stadtverwaltung und Stadtpolitik verschaffen.

Bekämpfung von Rassismus: Auch in München werden Menschen wegen Ihrer Hautfarbe oder Herkunft diskriminiert. Vereinzelt bleibt es nicht nur bei verbaler Gewalt, manchmal kommt es auch zu gewalttätigen Übergriffen. Der Kampf gegen Rassismus und Rechtsextremismus ist eine Frage der demokratischen Kultur und braucht Erfahrung sowie eine gezielte, konsequente Vorgehensweise und Strategie, für die ich sorgen werde.

Gelebte Integration: Zuwanderung und Integration ist ein Kernthema für unsere Stadt, für das ich mich seit Jahren einsetze. Aufgrund des demographischen Wandels wird die Integration nach wie vor aktuell sein, deshalb stehe ich ein für eine gerechte Integrationspolitik, kommunales Wahlrecht für alle und die Anerkennung der Vielfalt.

3. Wie schätzen Sie das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen in Deutschland ein?

Kommt drauf an von welchen Personengruppen wir sprechen. Wenn es um die 3. / 4. Generation geht ist meine Einschätzung des Zusammengehörigskeitsgefühl ganz gut, dieses Gefühl hat z. B. die erste und zweite Generation nicht so ganz erreicht. Bei der neuen Zuwanderung werden Menschen in unserer Stadt zum Teil sehr diskriminierend, deshalb sollten wir bezüglich der Willkommenskultur explizit was machen und gezielte Projekte und Ideen entwickeln, wie dieses Gefühl sicher gestellt werden kann. Die Zuwanderung ist auch eine Absicherung für unser Land.

4. Welche Vorbilder haben Sie?

Ich habe sehr viele Vorbilder, von einfachen Menschen mit ihren außergewöhnlichen Erfahrungen bis hin zu Wissenschaftlern, Schriftstellern, Politikern usw.

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