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OB Reiter besucht die Corona-Ermittlerteams des Gesundheitsamts

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Oberbürgermeister Dieter Reiter hat die Corona-Ermittlerteams des Referats für Gesundheit und Umwelt (RGU) besucht, in denen derzeit 325 Dienstkräfte des RGU und aus anderen Referaten der Landeshauptstadt München arbeiten. „Ich bedanke mich bei Ihnen allen herzlich dafür, dass Sie in dieser schwierigen Zeit so engagiert und motiviert dazu beitragen, dass wir gemeinsam die Münchener COVID-19 Erkrankten und deren enge Kontaktpersonen so professionell begleiten und unterstützen können“, erklärt Oberbürgermeister Dieter Reiter.

Beim Referat für Gesundheit und Umwelt gibt es drei Ermittlerteams: Ein Team kontaktiert die COVID-19 Infizierten nach Vorliegen des positiven Testergebnisses, ein weiteres Team deren Kontaktpersonen, also Personen, die einen infektionsrelevanten Kontakt mit den Erkrankten hatten. Ein drittes Team bearbeitet Positiv-Meldungen zu Personal, Bewohnern und Patienten in Kliniken, Pflegeheimen oder Behinderteneinrichtungen sowie von Personal der kritischen Infrastruktur. In enger Zusammenarbeit mit der Klinik- bzw. Heimleitung und den Betriebsärzten werden im Fall eines Ausbruchs umgehend Infizierte separiert, Kontaktpersonen ermittelt und Tests organisiert. Wie zuletzt bei der Helios Klinik München West kann das bedeuten, dass an einem Tag rund 1.200 Personen getestet werden müssen.

Um Infektionsketten möglichst frühzeitig zu durchbrechen, ist vor allem eine schnelle Information von Infizierten und deren Kontaktpersonen erforderlich. Allerdings konnten bisher nicht alle Erkrankten kurzfristig kontaktiert werden, da die Kontaktdaten oft nicht zusammen mit den positiven Testergebnissen an das RGU übermittelt wurden. Diese Daten mussten teils mühevoll über die einweisenden Hausärzt*innen oder mit Unterstützung der Polizei recherchiert werden, mit leidvollen Verzögerungen und Unsicherheiten für die Betroffenen. „Es ist uns besonders wichtig, dass wir alle Münchnerinnen und Münchner schnellstmöglich erreichen können“, so Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs. „Deshalb haben wir schon früh reagiert und alle Hausärzt*innen, die Kassenärztliche Vereinigung und die testenden Labore dazu aufgefordert, uns die notwendigen Kontaktdaten vollständig zu übermitteln. Mittlerweile hat sich dies deutlich verbessert und wir erreichen die Menschen viel schneller.“

In München wurden seitens des RGU bisher rund 4.700 Fälle von COVID-Erkrankten und über 12.000 Kontaktpersonen kontaktiert, aufgeklärt und beraten. Während der 14-tägigen Quarantäne nimmt das RGU regelmäßig telefonisch Kontakt auf, auch um bei Verschlechterung des Gesundheitszustands frühzeitig handeln zu können. Derzeit arbeiten 250 Dienstkräfte des RGU und 75 zugeschaltete Dienstkräfte aus anderen Bereichen der Stadtverwaltung täglich – auch am Wochenende – im Schichtbetrieb von 8 bis 20 Uhr. Eine weitere Personalaufstockung ist in Vorbereitung, um jeweils für 20.000 Einwohner ein Contact-Tracing-Team von fünf Personen zu erreichen.

Auch wenn eine leichte Entspannung erkennbar ist, appellieren Oberbürgermeister Dieter Reiter und Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs an alle Münchnerinnen und Münchner, die Ausgangsbeschränkungen und Verhaltensregeln auch weiterhin zu beachten, um das Virus einzudämmen.

Foto: Michael Nagy

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