Pazartesi, Mart 9, 2026
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NSU kurbanı Habil Kılıç anıldı

Münih’te 16 yıl önce aşırı sağcı terör örgütü NSU (Nasyonal Sosyalist Yeraltı) tarafından bakkal dükkanında çalışırken başından vurularak katledilen Habil Kılıç anıldı. NSU terör örgütü tarafından 2000 ile 2007 yılları arasında Habil Kılıç’ın da aralarında bulunduğu 8’i Türk, biri Yunan ve bir Alman polis katledilmişti.

Göçmenler Meclisi’nin desteğiyle Münih Türk Konseyi tarafından düzenlenen anma etkinliği Habil Kılıç’ın katledildiği Bad-Schachener-Str. 14 adresindeki bakkal dükkanının önünde gerçekleşti.

Törenin açılış konuşmasını yapan Münih Türk Konseyi Sözcüsü Sami Demirel, NSU cinayetlerinin aşırı sağ tehlikesinin zirvesini yansıttığını söyleyerek, bu cinayetlerin ve diğer tüm Neonazi cinayetlerinin aydınlatılmasının da talep edildiği 6 maddelik bildiriyi okudu. Demirel ayrıca, 2013 yılında başlayan NSU mahkemesi süreciyle ilgili eleştirileri ve şüpheleri de dile getirdi.

Münih Başkonsolosluğu adına konuşan Konsolos Şebnem Koçoğlu, yer yer gözlerinin yaşardığı duygusal konuşmasında “Habil Kılıç ve diğerlerinin hakkını aramamız gerekiyor. Onlar için adalet aramak bizim yükümlülüğümüzdür.” dedi. Koçoğlu, Türk toplumunun ve STK’ların NSU davasına bu son süreçte daha fazla ilgi göstermesini de dilediği konuşmasını “Bağımsız mahkemelerce adaletin yerini bulacağına canı gönülden inanıyoruz.” diyerek noktaladı.

Göçmenler Meclisi Başkanı Dimitrina Nikolova Lang ise konuşmasında “Kurban yakınlarının acısı yıllarca yapılan soruşturmalarda daha da arttırıldı. Bunun ne demek olduğunu biliyorum. Ben de sosyal pedagog olarak görev yaptığım dönemde tanıdığım Theodoros Boulgarides’in ölümünden sonra sorgulandım. Bu cinayetlerin aşırı sağcıların işi olabileceği üzerinde durulmuyordu. Bu cinayetler Almanya çapında yapılmaya başladığında o zamanki Yabancılar Meclisi, öldürülenlerin göçmen kökenli olduğuna dikkat çekmiş ve bunun ırkçıların işi olabileceğinin üzerinde durulmasını talep etmişti.” dedi. Özellikle böyle zamanlarda birlik olmanın ve dayanışmanın önemini vurgulayan Lang, Göçmenler Meclisi’nin ekim ayında Odeonsplatz meydanında büyük çaplı bir anma etkinliği hazırlığı içinde olduklarını da duyurdu.

Anmada ayrıca milletvekili adayları SPD’den Sebastian Roloff ve FDP’den Jimmy Schulz da birer konuşma yaparak cinayetlerin aydınlatılmasını ve aşırı sağla mücadelenin yoğunlaşmasını talep ettiler.

STK temsilcisi, basın mensupları ve vatandaşlardan oluşan yalaşık 50 kişilik bir grubun katıldıldığı anma programı okunan dualarla son buldu. Fotoğraf galerisi için tıklayın.

Ne olmuştu?

2000 ile 2007 yılları arasında 8’i Türk, biri Yunan ve bir Alman polisin katledildiği cinayetler serisi başlangıçta Döner cinayetleri olarak adlandırılmış, failler kurban yakınları arasında aranmış ve aşırı sağcılar tarafından yapılmış olabileceği ihtimali üzerinde durulmamıştı. 2011 yılında bir banka soygunundan sonra sıkıştırılan Uwe Mundlos ve Uwe Böhnhardt’ın intiharıyla başlayan süreçte ise olaylar gün ışığına çıkmaya başlamıştı. 2013 yılında başlayan NSU davasında ise sene sonuna kadar bir karar çıkması bekleniyor. Ali Mercimeğin haberini okumak için tıklayın.

Aşırı sağcı terör örgütü NSU tarafından katledilen kurbanların isimleri şöyle:

Enver Şimşek (11.09.2000, Nürnberg)

Abdurrahim Özüdoğru (13.06.2001, Nürnberg)

Süleyman Taşköprü (27.06.2001, Hamburg)

Habil Kılıç (29.08.2001, Münih)

Mehmet Turgut (25.02.2004, Rostock)

İsmail Yaşar (5.06.2005, Nürnberg)

Theodoros Boulgarides (15.06.2005, München)

Mehmet Kubaşık (4.04.2006, Dortmund)

Halit Yozgat (06.04.2006, Kassel)

Michele Kiesewetter (25.04.2007, Heilbronn)

#nsu

Freies Wahlrecht gilt auch für Türkeistämmige Deutsche

Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) kritisiert die Einmischung der türkischen Regierung in den deutschen Bundestagswahlkampf. Mit der Diffamierung demokratischer Parteien als „Feinde der Türkei“ und dem Versuch, Türkeistämmige Wähler*innen von einer freien Stimmabgabe abzuhalten, betreibe der türkische Präsident Propaganda für seine eigenen Zwecke, erklärt Atila Karabörklü, Bundesvorsitzender der TGD. „Wenn Türkeistämmige in Deutschland und die Türkei gegenüber Europa immer weiter in die Isolation gedrängt werden, dient dies einzig und allein Erdogans Machtpolitik“, so Karabörklü. Die aktuelle Zunahme von Ressentiments gegen Menschen mit türkischer Herkunft, die auch in populistischen Äußerungen deutscher Politiker*innen zum Ausdruck komme, nütze dabei Erdogans Strategie und stärke seinen Einfluss.

TGD-Ko-Vorsitzender Gökay Sofuoğlu betont, dass das freie Wahlrecht in Deutschland selbstverständlich auch für Türkeistämmige Wähler*innen gelte. „Als mündige Bürger*innen dieses Landes können wir selbstbestimmt entscheiden und verwahren uns gegen jegliche Bevormundung und Instrumentalisierung.“ Nach wie vor gebe es gravierende Probleme, mit denen Türkeistämmige Menschen in Deutschland zu kämpfen haben, wie Rassismus und Diskriminierung bei der Wohnungssuche, in der Schule oder auf dem Arbeitsmarkt. Diese aber, so Sofuoğlu weiter, würde nicht Erdogan für die Betroffenen lösen, sondern sie selbst müssten sich hierzulande mit demokratischen Mitteln für eine Verbesserung ihrer Lebensumstände einsetzen. Daher, so Sofuoğlus Appell, „rufen wir alle deutschen Staatsbürger*innen türkischer Herkunft dazu auf, ihr Recht auf demokratische Teilhabe wahrzunehmen und am 24. September zur Wahl zu gehen.“  Anhand der von der TGD entwickelten integrationspolitischen Wahlprüfsteine kann sich jede*r interessierte Wähler*in darüber informieren, inwiefern Kandidat*innen und Parteien auch die Interessen von Migrant*innen vertreten.

Informationen zu den TGD-Wahlprüfsteinen: www.tgd.de

#Bundestagswahl #TGD #Gökaysofuoglu

Deutschland braucht lebenswerte Städte

Deutschland ist ein Land der Städte, fast 52 Millionen Menschen – die große Mehrheit in der Bundesrepublik – leben hier. Städte sind Mittelpunkt des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens. Sie übernehmen Verantwortung für die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger, für politische Stabilität und sozialen Zusammenhalt in unserem Land. Denn kommunale Selbstverwaltung bedeutet lokale Demokratie, in der die Bürgerinnen und Bürger Politik und Gesellschaft mitgestalten können. Die Städte wollen weiter Gegenwart und Zukunft prägen und Antworten auf die Herausforderungen von Zu- und Abwanderung, notwendigen Investitionen, Finanzschwäche, Demografie und Nachhaltigkeit finden. Sie stehen als Partner von Bund und Ländern bereit, um die Zukunftsfähigkeit unseres Landes zu sichern. Partnerschaftliches Miteinander bedeutet aber auch, als Partner respektiert und vor schleichender Überlastung und Fremdbestimmung geschützt zu werden. Das alles und noch mehr hat die 39. Hauptversammlung des Deutschen Städtetags vom 30. Mai bis 1. Juni bei ihrer Tagung in der NürnbergMesse deutlich zum Ausdruck gebracht.

Städte sind Orte des Wohnens, der Kultur, der Wirtschaft und des Handels. Sie sind mehr als Arbeitsplatz oder Wohnort. Städte bieten Teilhabe und Identifikation. Die Städte tun ihr Möglichstes, um Chancengleichheit und -gerechtigkeit sicherzustellen. Die soziale Stadt, in der es von der Kita bis zur Hochschule ansprechende Bildungsangebote gibt, in der allen Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht wird und in der es sich sicher leben lässt, ist das Leitbild. Die Vielfalt der Stadt lässt Raum für individuelle Lebensformen.

Deutschland hat in den vergangenen beiden Jahren fast 1,2 Millionen Flüchtlinge aufgenommen – rund 8 000 davon leben in Nürnberg. Ohne das Engagement der Zivilgesellschaft und der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wäre dies nicht möglich gewesen. Mittlerweile geht es um die Integration der Menschen, die bei uns bleiben werden. Sie kann nur vor Ort stattfinden, in den Kitas, in den Schulen, am Arbeitsplatz, durch Sport und Kultur, Sprachförderung und berufliche Qualifizierung. Die Kommunen können das, allerdings braucht Integration einen langen Atem und es gibt sie nicht zum Nulltarif. Deshalb wird es insbesondere darauf ankommen, wie es nach 2018 mit der Finanzierung des Integrationsaufwandes durch Bund und Länder weitergehen soll. Und Integration wird nur gelingen, wenn Zugewanderte und einheimische Bevölkerung aufeinander zugehen. Integrationsbereitschaft muss auf beiden Seiten gegeben sein.

Gesellschaftliche, technische, wirtschaftliche Entwicklungen – sie haben das Bild der Stadt seit jeher geprägt. Zuwanderung, Globalisierung und in den nächsten Jahren insbesondere Digitalisierung werden das Bild unserer Städte und unser Miteinander verändern. In Nürnberg werden wir gerade auch diese Fragen in Zusammenhang mit der Bewerbung zur europäischen Kulturhauptstadt 2025 intensiv diskutieren.

Wohnen in der Stadt ist für viele Menschen attraktiv. Es wird um mehr Wohnraum für Menschen mit niedrigen Einkommen, aber auch um mehr Wohnungen im mittleren Segment gehen. Wir wollen Stadtteile mit einer guten Mischung von Leben, Arbeiten und Einkaufen, in denen Integration statt Verdrängung stattfindet. Neben ausreichenden Fördermitteln für den öffentlich geförderten Wohnungsbau braucht es finanzielle Anreize für den Bau bezahlbarer, frei finanzierter Wohnungen etwa über Investitionszulagen oder ein Baukindergeld. Ein Instrumentenmix ist wichtig.

Gesellschaftliche Teilhabe und Wirtschaftsleben sind ohne Mobilität nicht möglich. Städtischer Raum aber ist endlich. Wir müssen jetzt die Weichen stellen für ein modernes Mobilitätsverhalten und eine umweltverträgliche Fortbewegung. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist und bleibt der Grundpfeiler einer nachhaltigen Verkehrspolitik. E-Mobilität, Carsharing, autonomes Fahren oder das Fahrrad sind dabei keine Gegenspieler. Bund und Länder müssen in die Verkehrsinfrastruktur deutlich mehr investieren als bisher. Dies gilt insbesondere für den ÖPNV.

All diese Herausforderungen können die Kommunen nicht ohne motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Unterstützung durch die Zivilgesellschaft meistern.

 

Herzlichst

Ihr Ulrich Maly
-Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg

Buray Münih konseri

Nürnberg bewirbt sich als Europäische Kulturhauptstadt

Es ist beschlossen: Nürnberg will im Jahr 2025 Kulturhauptstadt Europas werden. Mit großer Mehrheit hat der Stadtrat am 14. Dezember 2016 für eine Nürnberger Bewerbung gestimmt. Dies ist eine wegweisende Entscheidung für die Zukunft der Stadt. Sie geht weit über kulturelle Fragen im engeren Sinn hinaus. Es geht darum, Nürnberg insgesamt für die nächsten Jahre und Jahrzehnte weiterzuentwickeln – das bedeutet einen Aufbruch für die nächste Generation.

Beim Projekt Kulturhauptstadt weniger darum, eine Stadt herauszuputzen. Im Grunde schiebt es enormes Stadtentwicklungsprojekt an. Möglichst viele gesellschaftliche Gruppen sollen ihre Ideen in den Prozess einbringen können. Stoff für mögliche Themen liefern neben der Kultur auch die Bereiche Wirtschaft, Soziales, Umwelt, Sport und viele mehr. Wichtig ist dabei die europäische Dimension. Ziel ist es, als Stadtgesellschaft gemeinsam Themen zu entwickeln, die Anknüpfungspunkte auch über das Jahr 2025 hinaus bieten.

Aus den bisherigen Gesprächen und Überlegungen haben sich fünf, noch abstrakte Themenfelder als erste Denkrichtungen herauskristallisiert, aus denen sich der Faden für eine Bewerbung spinnen ließe. Europa, Digitalisierung des Alltags, Migration/Heimat/Diversity, eine zukunftsgerichtete Erinnerungskultur und die Frage der Zukunft der Arbeit laden zum Weiter- und Mitdenken ein. In Nürnberg haben mehr als 40 Prozent der Bewohner einen sogenannten Migrationshintergrund. Selbst der berühmteste Bürger der Stadt, Albrecht Dürer, war ein Einwandererkind. Wo liegen die Gemeinsamkeiten? Unser Leben spielt sich immer mehr online ab. Was passiert, wenn mal kein Internetzugang zur Hand ist? Die NS-Zeit prägt bis heute Teile des Nürnberger Stadtbilds. Wie soll man sich mit diesem Erbe auseinandersetzen? Wo liegen die Verbindungen in unser heutiges Leben? Spuckten einst die Bänder des Versandhändlers Quelle Pakete aus, erfüllt der 3-D-Drucker bald passgenau alle Wünsche. Wie verändert sich die Arbeit, wie verändert sie uns? Brexit, Abschottung, Bürokratie und immer wieder das Wort Krise – diese Begriffe prägen in letzter Zeit die Debatten um Europa. Doch Europa steht auch für Demokratie, Wohlstand, Frieden und kulturelle Vielfalt. Wohin steuert also Europa?

Wir wollen aktiv auf die Herausforderungen der sich verändernden Gesellschaft reagieren und möchten gerade der jungen Generation die Möglichkeit geben, ihre Stadt im Herzen Europas mitzugestalten.

Das Auswahlverfahren der Europäischen Kommission erfolgt in zwei Phasen: Auf eine Vorauswahl (Pre-Selection) im Jahr 2019 folgt eine Endauswahl (Selection) im Jahr 2020. In einem Bewerbungsbuch müssen die Städte nach festgelegten Kriterien ein festes Fragenraster beantworten. Bewertet werden Kriterien wie die Einbettung der Kulturhauptstadtaktivitäten in eine Langzeitstrategie, die Darlegung des europäischen Bezugs, die kulturellen und künstlerischen Inhalte einer stimmigen künstlerischen Vision, die Sicherstellung der Umsetzung, die Erreichung und Einbindung der Gesellschaft sowie Budget und Managementstrukturen. Die von einer zwölfköpfigen EU-Jury ausgewählte deutsche Stadt trägt dann den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025. Mit dieser Entscheidung beginnt die konkrete Arbeit an Projekten und Veranstaltungen aller Art.

Aktuell planen auch Magdeburg, Mannheim, Kassel, Chemnitz, Hildesheim, Dresden und Leipzig eine Bewerbung. Neben Deutschland darf sich für 2025 auch eine Stadt aus Slowenien bewerben.

Wer Nürnberg nicht nur die Daumen drücken, sondern sich am Entwicklungsprozess der Bewerbung beteiligen will, ist herzlich dazu eingeladen. Unter dem Top-Thema Kulturhauptstadt auf www.nuernberg.de finden Sie die Termine unserer nächsten Informationsveranstaltungen. Kommen Sie hin und diskutieren Sie mit!

Ihr
Dr. Ulrich Maly
-Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg

Ein Plädoyer voller Lücken

Die Türkische Gemeinde in Deutschland kritisiert das Auftakt-Plädoyer der Bundesanwaltschaft im NSU-Prozess vor dem OLG München am vergangenen Dienstag. Dazu erklärt der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoğlu: „Die für uns drängendsten Fragen wurden von der Bundesanwaltschaft als nicht verfahrensrelevant eingestuft. Wie groß war das Netzwerk? Wer sind die UnterstützerInnen? Welche Rolle spielte der Verfassungsschutz? Welche Rolle spielte institutioneller Rassismus? Für uns ist es unbegreiflich, dass diese Fragen nicht Gegenstand des Plädoyers sind.“

Die Bundesanwaltschaft hat den Täterkreis von Beginn an auf das Trio beschränkt, obwohl in nahezu allen parlamentarischen Untersuchungsausschüssen Hinweise auf ein gut organisiertes Netzwerk zutage getreten sind. Diese Verengung der Perspektive macht es nahezu unmöglich, die weitreichende Verflechtung und den Zusammenhang zwischen dem Verfassungsschutz, seinen V-Leuten, HelferInnen des Trios und Ermittlungsmethoden von Sicherheitsbehörden zu erfassen.

Die Türkische Gemeinde in Deutschland verlangt die lückenlose Aufklärung und juristische Verfolgung von staatlichen HelferInnen und UnterstützerInnen und von lokalen rechtsterroristischen Unterstützernetzwerken. Gökay Sofuoğlu kritisiert: „Angela Merkel hatte den Opfern eine lückenlose Aufklärung versprochen. Was uns die Bundesanwaltschaft präsentiert, ist eine Aufklärung voller Lücken. Die Opfer haben ein Recht darauf, alle Hintergründe der Morde zu erfahren.“

Sofuoğlu appelliert an die jetzige und zukünftige Bundesregierung: „Solange die mutmaßlichen HelferInnen immer noch frei sind, solange die Ermittlungen von den Sicherheitsbehörden blockiert werden, solange Opfer zu Tätern gemacht werden, solange Rassismus Teil von staatlichen Strukturen ist, solange ist das friedliche Zusammenleben aller Menschen in diesem Land gefährdet.“

Zudem muss die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Rassismus stärker auf die öffentliche und politische Agenda rücken. Das Erstarken rechtspopulistischer Bewegungen, die jüngsten Enthüllungen über rechtsradikale Strömungen in der Bundeswehr, aber auch Diskriminierung auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt zeigen, dass Rassismus eine Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt darstellt. Es braucht einen Aufschrei unserer Zivilgesellschaft, unabhängig von Religion, Herkunft oder sexueller Orientierung, um Rassismus zu bekämpfen.

#nsu #tgd #gökaysofuoglu

Nürnberg bewirbt sich als Europäische Kulturhauptstadt

Es ist beschlossen: Nürnberg will im Jahr 2025 Kulturhauptstadt Europas werden. Mit großer Mehrheit hat der Stadtrat am 14. Dezember 2016 für eine Nürnberger Bewerbung gestimmt. Dies ist eine wegweisende Entscheidung für die Zukunft der Stadt. Sie geht weit über kulturelle Fragen im engeren Sinn hinaus. Es geht darum, Nürnberg insgesamt für die nächsten Jahre und Jahrzehnte weiterzuentwickeln – das bedeutet einen Aufbruch für die nächste Generation.

Beim Projekt Kulturhauptstadt weniger darum, eine Stadt herauszuputzen. Im Grunde schiebt es enormes Stadtentwicklungsprojekt an. Möglichst viele gesellschaftliche Gruppen sollen ihre Ideen in den Prozess einbringen können. Stoff für mögliche Themen liefern neben der Kultur auch die Bereiche Wirtschaft, Soziales, Umwelt, Sport und viele mehr. Wichtig ist dabei die europäische Dimension. Ziel ist es, als Stadtgesellschaft gemeinsam Themen zu entwickeln, die Anknüpfungspunkte auch über das Jahr 2025 hinaus bieten.

Aus den bisherigen Gesprächen und Überlegungen haben sich fünf, noch abstrakte Themenfelder als erste Denkrichtungen herauskristallisiert, aus denen sich der Faden für eine Bewerbung spinnen ließe. Europa, Digitalisierung des Alltags, Migration/Heimat/Diversity, eine zukunftsgerichtete Erinnerungskultur und die Frage der Zukunft der Arbeit laden zum Weiter- und Mitdenken ein. In Nürnberg haben mehr als 40 Prozent der Bewohner einen sogenannten Migrationshintergrund. Selbst der berühmteste Bürger der Stadt, Albrecht Dürer, war ein Einwandererkind. Wo liegen die Gemeinsamkeiten? Unser Leben spielt sich immer mehr online ab. Was passiert, wenn mal kein Internetzugang zur Hand ist? Die NS-Zeit prägt bis heute Teile des Nürnberger Stadtbilds. Wie soll man sich mit diesem Erbe auseinandersetzen? Wo liegen die Verbindungen in unser heutiges Leben? Spuckten einst die Bänder des Versandhändlers Quelle Pakete aus, erfüllt der 3-D-Drucker bald passgenau alle Wünsche. Wie verändert sich die Arbeit, wie verändert sie uns? Brexit, Abschottung, Bürokratie und immer wieder das Wort Krise – diese Begriffe prägen in letzter Zeit die Debatten um Europa. Doch Europa steht auch für Demokratie, Wohlstand, Frieden und kulturelle Vielfalt. Wohin steuert also Europa?

Wir wollen aktiv auf die Herausforderungen der sich verändernden Gesellschaft reagieren und möchten gerade der jungen Generation die Möglichkeit geben, ihre Stadt im Herzen Europas mitzugestalten.

Das Auswahlverfahren der Europäischen Kommission erfolgt in zwei Phasen: Auf eine Vorauswahl (Pre-Selection) im Jahr 2019 folgt eine Endauswahl (Selection) im Jahr 2020. In einem Bewerbungsbuch müssen die Städte nach festgelegten Kriterien ein festes Fragenraster beantworten. Bewertet werden Kriterien wie die Einbettung der Kulturhauptstadtaktivitäten in eine Langzeitstrategie, die Darlegung des europäischen Bezugs, die kulturellen und künstlerischen Inhalte einer stimmigen künstlerischen Vision, die Sicherstellung der Umsetzung, die Erreichung und Einbindung der Gesellschaft sowie Budget und Managementstrukturen. Die von einer zwölfköpfigen EU-Jury ausgewählte deutsche Stadt trägt dann den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025. Mit dieser Entscheidung beginnt die konkrete Arbeit an Projekten und Veranstaltungen aller Art.

Aktuell planen auch Magdeburg, Mannheim, Kassel, Chemnitz, Hildesheim, Dresden und Leipzig eine Bewerbung. Neben Deutschland darf sich für 2025 auch eine Stadt aus Slowenien bewerben.

Wer Nürnberg nicht nur die Daumen drücken, sondern sich am Entwicklungsprozess der Bewerbung beteiligen will, ist herzlich dazu eingeladen. Unter dem Top-Thema Kulturhauptstadt auf www.nuernberg.de finden Sie die Termine unserer nächsten Informationsveranstaltungen. Kommen Sie hin und diskutieren Sie mit!

Ihr
Dr. Ulrich Maly
-Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg

Barockpicknick im Hofgarten des Schlosses Dachau

Am Samstag, 22. Juli 2017 öffnet sich für das alljährliche Barockpicknick wieder einen Abend lang der Hofgarten des Schlosses Dachau für die Gäste und einen einmaligen Abend bei Musik, Kerzenlicht und mitgebrachten Speisen und Getränken. Für die musikalische Umrahmung sorgt dieses Jahr das Orchestra Mondo.

Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr, Einlass ab 18 Uhr. Der Eintritt beträgt 5 EUR, Karten sind nur an den beiden Abendkassen erhältlich (Haupteingang Hofgarten und Seiteneingang vom Wasserturm her). Die Stadt Dachau weist bereits im Vorfeld darauf hin, dass aufgrund von feuerpolizeilichen Auflagen und Fluchtwegsicherheit nur 2.000 Besucher in den Hofgarten eingelassen werden können.

DTF Ödül töreni, Münih

Odeonsplatz’ta Kültürler Şenliği

Münih Göçmenler Meclisi tarafından Odeonsplatz’ta düzenlenen Kültürler Şenliği, yoğun ilgi gördü. Binlerce Münihli’yi bir araya getiren festivalde gün boyu çeşitli uluslardan sanatçılar, folklor grupları ve müzisyenler sahne aldı. Açılan yiyecek içecek standlarında yöresel tatlar satışa sunuldu.
SPD’li Cumali Naz ve Göçmenler Meclisi’nin çiçeği burnunda başkanı Dimitrina Lang’ın yaptığı açılış konuşmalarıyla başlayan program akşam saat 22.00’a kadar devam etti. Sunuculuğunu Selen Gürler’in üstlendiği şenlikte sahne alan gruplar arasında Trabzon ve Karadeniz Kültür ve Dayanışma Derneği’nin şampiyon folklor ekibi ve Üç Beş Kişi derneğinin halk müziği öğrencileri de vardı. Trabzonlu ekibin, coşkulu gösterisinin ardından sahneden inip izleyicilerle birlikte horona durması kuşkusuz günün en eğlenceli anlarından biriydi. Üç Beş Kişi derneği tarafından sahneye asılan logonun sorun olmasıyla halk müziği grubunun sahneden erken inmek zorunda kalması ise tartışmalara yol açtı.
Toplam 18 ulustan gösterilerin sunulduğu şenlikte ayrıca Göçmenler Meclisi, Morgen e.V. ve KVR’in de aralarında olduğu kurum ve kuruluşların kendilerini tanıtabileceği bilgilendirme standları da yer aldı. Yoğun ilgi gören yöresel yiyecek ve içecek standları arasında ise Trabzon ve Karadeniz Derneği’nin Akçaabat köfte standında ise zaman zaman uzun kuyruklar oluştu.